Tennistraining · Technik · Return

Return im Doppel – Position, Richtung und erster Spielzug

Return im Doppel taktisch spielen: sichere Position, Schutz vor dem Netzspieler, cross und longline richtig wählen und den ersten Spielzug abstimmen.

Im Doppel muss der Return gleichzeitig ins Feld, am Netzspieler vorbei und zur Position des Partners passen.

Ausgangsposition und Vorbereitung

Die Rückschlagseite bleibt innerhalb eines Satzes fest. Stelle dich so, dass du den bevorzugten Aufschlag abdeckst, ohne Körper- und T-Aufschlag zu öffnen. Der Partner beobachtet Server und Netzspieler und kommuniziert erkennbare Muster.

Bewegung und Treffpunkt

Der kompakte cross gespielte Return ist die Grundlösung: mehr Feldlänge, niedrigeres Netz und Abstand zum gegnerischen Netzspieler. Longline ist eine bewusste Variation, kein Standard unter Druck.

  • cross tief als stabile Basis wählen
  • gegen Poaching auch Körper oder Lob vorbereiten
  • Return und eigene Vorwärtsbewegung abstimmen
  • vor Punkten klare Zeichen und Zuständigkeiten vereinbaren

Wahrnehmen, bevor du entscheidest

Aufschlagrichtung, Balltempo und Spin werden schon aus Ballwurf, Treffpunkt und erster Flugphase gelesen. Trotzdem bleibt die Position reaktiv: Antizipation soll Zeit schenken, nicht zu einem Ratespiel werden. Der Returnspieler trennt deshalb Beobachtung und Entscheidung. Erst wenn Flugbahn und Absprung bestätigt sind, wird der Schlägerweg an die verfügbare Zeit angepasst.

Taktisch sinnvoll einsetzen

Plane Return plus nächsten Ball. Bleibt der Return tief, kann der Rückschläger nachrücken; wird er defensiv, gewinnt das Team gemeinsam Raum nach hinten. Gegen I-Formation zählt ein klares Ziel mehr als spätes Reagieren.

An Tempo, Höhe und Situation anpassen

Auf langsameren Plätzen darf der Returnspieler etwas aktiver und näher stehen; auf schnellen Belägen oder gegen sehr flache erste Aufschläge hilft zusätzlicher Reaktionsraum. Gegen Kick wird die Ballhöhe wichtig, gegen Slice die seitliche Bewegung. Die Grundidee bleibt gleich: Balance vor Beschleunigung, Tiefe vor einer knappen Linie.

So trainierst du den Schlag

Spielt Returnpunkte bis zum dritten Schlag. Das Rückschlagteam erhält einen Zusatzpunkt, wenn der Return das geplante Ziel erreicht und beide Spieler danach in sinnvoller gemeinsamer Position stehen.

Drei Trainingsstufen

  1. Technik sichern: Starte mit berechenbaren Zuspielen und einem großen Ziel. Zähle nicht die spektakulären Treffer, sondern saubere Wiederholungen mit stabiler Balance.
  2. Entscheidung ergänzen: Variiere Richtung, Höhe oder Tempo. Der Spieler benennt seine Lösung früh und lernt, die Bewegung an den ankommenden Ball anzupassen.
  3. Im Punkt anwenden: Beginne mit einer passenden Spielsituation und spiele danach frei weiter. So wird sichtbar, ob return im doppel – position, richtung und erster spielzug den nächsten Ball vorbereitet und nicht nur isoliert funktioniert.

Häufige Fehler

  • nur auf den Netzspieler schauen
  • unklarer Plan zwischen Partnern
  • longline aus schlechter Balance
  • nach dem Return getrennte Positionen einnehmen

Fehler sinnvoll korrigieren

Verändere pro Serie nur eine Sache. Beginne mit Position und Abstand, prüfe danach Schlägerfläche und Treffpunkt und erst zuletzt Richtung oder Tempo. Ein technischer Hinweis ist nur hilfreich, wenn der folgende Ball messbar kontrollierter wird. Video aus seitlicher Perspektive kann zeigen, ob die gefühlte und die tatsächliche Treffposition übereinstimmen.

Kurzcheck für den Platz

Bleibe vor dem gegnerischen Schlag beweglich, organisiere zuerst Abstand und Balance und wähle ein Ziel, das zu deiner tatsächlichen Position passt. Gute Technik zeigt sich nicht am härtesten Ball, sondern daran, dass du die passende Lösung wiederholen kannst.

Für wen ist diese Vertiefung gedacht?

Der Beitrag richtet sich an Clubspielerinnen und Clubspieler, die return im doppel – position, richtung und erster spielzug nicht nur als Bewegungsbild verstehen, sondern im Ballwechsel zuverlässig einsetzen möchten. Anfänger können die Übung über langsamere Zuspiele und größere Ziele vereinfachen. Fortgeschrittene erhöhen zuerst die Entscheidungsanforderung und erst danach das Tempo.

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