Was gilt beim Coaching?
Coaching umfasst nach dem ITF-Regelwerk Ratschläge oder Anweisungen jeder Art und über jedes Kommunikationsmittel. Seit 2025 ist Coaching nicht mehr pauschal in allen Situationen außerhalb von Teamwettbewerben verboten. Der zuständige Veranstalter oder Verband kann Off-Court-Coaching für seinen Wettbewerb zulassen und dafür konkrete Bedingungen festlegen.
Während eines Punktes bleibt Coaching verboten
Während ein Punkt gespielt wird, darf nicht gecoacht werden. Das gilt unabhängig davon, ob Hinweise gesprochen, durch Zeichen gegeben oder technisch übermittelt werden. Coaching darf außerdem den Spielfluss nicht stören und dem Gegner keine unzumutbare Beeinträchtigung verursachen.
Off-Court-Coaching hängt vom Wettbewerb ab
Ob Off-Court-Coaching erlaubt ist, entscheidet die für den Wettbewerb zuständige Organisation. Deshalb können sich die Bedingungen zwischen Vereinsspiel, Verbandsspiel, Turnier und professionellem Wettbewerb unterscheiden. Spieler und Trainer sollten vor dem Match die jeweilige Ausschreibung und Wettspielordnung prüfen.
- Vor dem Wettbewerb: Ausschreibung und ergänzende Bestimmungen lesen.
- Vor dem Match: Bei Unklarheiten die Turnierleitung oder den Oberschiedsrichter fragen.
- Während des Matches: Nur in den ausdrücklich erlaubten Zeitfenstern und Formen kommunizieren.
- Während eines Punktes: Keine Hinweise oder Anweisungen geben.
Teamwettbewerbe und On-Court-Coaching
Bei Teamwettbewerben kann ein auf dem Platz sitzender Mannschaftsführer Coaching geben, wenn die zuständige Organisation dies erlaubt. Außerhalb solcher Teamwettbewerbe ist On-Court-Coaching nach den allgemeinen ITF-Regeln nicht erlaubt.
Warum die Ausschreibung entscheidend ist
Die ITF-Regel schafft einen Rahmen, lässt den zuständigen Organisationen aber Spielraum. Eine allgemeine Aussage wie „Coaching ist im Tennis immer verboten“ ist deshalb nicht mehr korrekt. Entscheidend sind die ITF-Regeln zusammen mit den für das konkrete Match geltenden Wettbewerbsbestimmungen.